Diabetes Dialog Ausgabe 01/2016


Die Zukunft der Diabetesversorgung gestalten

> Mit Zukunftsworkshop #MORGEN neue Perspektiven aufzeigen
> Neues Vergütungsmodell mit der AOK Hessen für das personalisierte Diabetes Management

Auch in 2016 wird sich Roche Diabetes Care mit vollem Einsatz für die Verbesserung der Versorgung von Diabetespatienten als auch die Vermeidung von Diabetes einsetzen. Dabei wird die Digitalisierung des Gesundheitswesens einer der entscheidenden Treiber bleiben. Das Smartphone ist bereits heute unser ständiger Begleiter und wir dokumentieren nicht zuletzt mit Wearables unsere Körperfunktionen. Diese Entwicklungen gaben Ende November den Anstoß für einen interdisziplinären Austausch im Rahmen des Zukunftsworkshops #MORGEN von Roche Diabetes Care. Die zentrale Fragestellung lautete dabei: Wie sieht die digitalisierte Zukunft der Diabetesversorgung aus?


Mit Zukunftsworkshop #MORGEN neue Perspektiven aufzeigen

Die Diskussionen während der zweitägigen Veranstaltung verdeutlichten abermals, dass in Deutschland bereits ein neuer Markt für digitale Medizin entstanden ist und der Diabetes prädestiniert für ein digitales Datenmanagement ist. Denn die Daten, die gemessen und ausgewertet werden, haben einen direkten Einfluss auf die Therapieeinstellung. Der Diabetologe kann dabei entweder in der Arztpraxis oder als digitaler Coach gezielt tätig werden und wird verstärkt zum Partner in der Therapie. Für diese zum Teil neuen und unterschiedlichen Formen der Betreuung und Versorgung werden allerdings neue Vertragsformen und flexible, leistungs- und qualitätsorientierte Vergütungsstrukturen benötigt.

Eine Verbesserung der Versorgungs- und Präventionsleistung kann auch dadurch erzielt werden, dass die von Menschen mit Diabetes erhobenen Daten zusammengebracht und verfügbar gemacht werden für eine Datenanalyse in Echtzeit. Datenschutz und –sicherheit müssen dabei allerdings unverrückbare Grundvoraussetzungen sein und der Patient als Urheber die Verfügungsgewalt über seine Daten behalten.


Zukunftsworkshop #MORGEN

Der Zukunftsworkshop zeigte in seinen Debatten deutlich, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen mit dem sich schnell entwickelnden digitalen Gesundheitsmarkt Schritt halten müssen, wenn langfristig alle Akteure von den neuen Möglichkeiten gleichermaßen profitieren wollen. Denn ohne eine geeignete Regulierung wird die Digitalisierung am Gesundheitswesen teilweise vorbeiziehen und ein unregulierter Markt sich verfestigen.


Neues Vergütungsmodell mit der AOK Hessen für das personalisierte Diabetes Management

Auf dem Weg zu einer besseren Versorgung von Diabetespatienten haben wir dabei jüngst in Hessen den nächsten wichtigen Schritt getan. Als erste Krankenkasse vergütet die AOK Hessen das von Roche Diabetes Care vertretene personalisierte Diabetes Management. Hierfür haben wir im letzten Jahr die Ausschreibung des Integrierten Versorgungsvertrags (IV-Vertrag) „AOK Aktiv & Vital Diabetesmanagement“ gewonnen. Ziel der Kooperation ist es, für Menschen mit insulinpflichtigem Diabetes die Qualität der Versorgung nachhaltig zu verbessern und effizienter zu gestalten. Ab Beginn des Jahres können die Versicherten der AOK Hessen sowie die Behandler von der Zusammenarbeit profitieren. Dabei ist die Teilnahme am Programm freiwillig. Spezielle Schulungen sowie eine eigene Hotline mit erweiterten Servicezeiten oder auch mehrsprachige Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund erweitern das Serviceangebot für die Patienten im Vergleich zur üblichen Behandlungsweise.

Für den Behandler werden durch das im IV-Vertrag vereinbarte personalisierte Diabetes Management sowohl die Prozesse als auch die Therapie vereinfacht. Durch die elektronische Dokumentation werden Therapieentscheidungen erleichtert und die Grundlage für Arzt-Patienten-Gespräche verbessert. Ein besserer Überblick zu Insulin- und Teststreifenverbrauch schafft zudem Transparenz im Budget. Mit Hilfe des personalisierten Diabetes Managements wird einerseits Zeit gespart, die für den Patienten genutzt werden kann. Andererseits können Doppeluntersuchungen oder parallele Therapien durch die bessere transsektorale Abstimmung vermieden werden. Ganz konkret werden in dieser Kooperation Wege aufgezeigt, wie für Patienten, Behandler und weitere relevante Akteure ein unmittelbarer Mehrwert geschaffen werden kann, der zugleich auch entsprechend vergütet wird.