Diabetes Dialog – Ausgabe 02/2014


Auf dem Weg zu einer effektiveren Diabetes-Prävention und -Behandlung

> Mit zeitgemäßen Ansätzen auf drei Stufen der Volkskrankheit Diabetes begegnen
> Politische Rahmenbedingungen erfolgreich setzen

 

Diabetes ist nicht nur eine Belastung für den einzelnen Betroffenen, sondern stellt als Volkskrankheit auch die Gesundheitspolitik vor wachsende Herausforderungen. Angesichts zunehmender Patientenzahlen und steigenden Kostendrucks (vgl. Diabetes Dialog Ausgabe 1/2014) hat die Bedeutung einer umfassenden Prävention sowie bedarfsgerechten und qualitativ hochwertigen Versorgung in den letzten Jahren stetig zugenommen. Denn nur durch einen solchen umfassenden, qualitätszentrierten Ansatz kann die Ausbrei­tung von Diabetes eingedämmt werden. Zugleich wird hierdurch bei den Betroffenen eine hohe Lebensqualität erhalten, die Progression der Grunderkrankung vermindert und das Risiko für Folgeerkrankungen gesenkt.


Mit zeitgemäßen Ansätzen auf drei Stufen der Volkskrankheit Diabetes begegnen

Zu den zentralen Punkten im Bereich der primären Prävention gehören eine ausgewogene Ernährung, körperliche Aktivität und ein bewusster Lebensstil. Verschiedene, teilweise noch ausbaufähige Initiativen, versuchen hier bereits auf einen Wandel hinzuwirken, der allerdings eher langfristig angelegt ist. Im Bereich der Primärprävention muss daher zudem das Ziel sein, so früh wie möglich eine Erkrankung festzustellen, beispielsweise über individuelle Checks oder breit angelegte Screening-Aktivitäten. Bereits in dieser frühen Phase engagieren wir uns als Roche Diabetes Care vor allem auf regionaler Ebene. Unser Ziel ist es, bereits vor einer Erkrankung umfassend für das Risiko von Diabetes zu sensibilisieren und die Krankheit frühzeitig zu diagnostizieren, um so die optimale Versorgung der Patienten sicherstellen zu können.

Ist die Diagnose Diabetes erst einmal gestellt, greifen Sekundär- und Tertiärprävention. Patienten wünschen sich dabei, nicht nur als solche „verwaltet“ zu werden, sondern ein durch ihre Erkrankung weitestgehend unbeeinträchtigtes Leben führen zu können. Hier setzt unser Ansatz eines modernen Diabetes Managements als ganzheitlicher Prozess an. Durch eine individuelle Einstellung des Patienten soll eine Optimierung der Therapieergebnisse erreicht werden, welche für die Vermeidung von Folgeerkrankungen entscheidend ist. Wie die NIMT-Studie (Reichel et al., Journal of Diabetes Science and Technology, 2013) gezeigt hat, führt die Implementierung von strukturiertem Testen, Visualisierung und Musteranalyse zu einer verbesserten Diabeteseinstellung.

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Für uns als Roche Diabetes Care gilt das Leitbild des „mündigen Patienten“, den wir von der strukturierten Schulung über die richtige Interpretation der Ergebnisse der Blutzuckerselbstmessung bis zur personalisierten Therapie begleiten. Das medizinische Fachpersonal spielt dabei ebenfalls eine entscheidende Rolle. Ein gutes Therapieergebnis wird nur durch eine optimale Abstimmung zwischen Patient, Arzt und Apotheker erreicht. Wir gehen mit unserem Ansatz des personalisierten Diabetes Managements bewusst über die reine Versorgung mit Blutzuckermessgeräten und zugehörigen Teststreifen hinaus und bieten für alle Beteiligten einen medizinisch wirksamen Mehrwert. Denn wie die Studie „Diabetikerversorgung in Baden Württemberg“ von B. Lippmann-Grob et al. (Diabetes, Stoffwechsel und Herz 1/2006, 21-28) zeigen konnte, entlasten richtig geschulte Patienten das Gesundheitssystem deutlich.


Politische Rahmenbedingungen erfolgreich setzen

Über die Notwendigkeit vereinter Maßnahmen gegen die Ausbreitung der um sich greifenden Volkskrankheit Diabetes herrscht erfreulicherweise weitestgehend Einigkeit. Es gilt allerdings, trotz aller erfolgten Bemühungen, moderne Ansätze zu berücksichtigen und zusätzliche Anstrengungen zu unternehmen.

Das von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Präventionsgesetz bietet eine gute Möglichkeit, um grundlegende Ansätze einer umfangreichen Präventionsstrategie in der gesamten Gesellschaft – insbesondere auch bei Kindern und Jugendlichen – zu vertiefen. Hier gilt es, bereits konkret gefasste Maßnahmen bzw. deren Umsetzung vorzusehen und auch neue und innovative Wege in der Gesundheitspolitik zu eröffnen. Der im Bundesrat eingebrachte Antrag für einen nationalen Diabetesplan stellt zudem eine überaus sinnvolle und auch notwendige Ergänzung dar, um koordiniert und umfassend den Rahmen für eine wirkungsvolle Diabetes-Prävention und -Behandlung zu sichern.

Wollen wir erfolgreich Diabetes bekämpfen, müssen wir uns auf ein modernes, nachweislich effizientes Diabetes Management verständigen, das den Patienten in den Mittelpunkt stellt und nicht aufhört, sich beständig weiterzuentwickeln. Nur zeitgemäße Ansätze werden die langfristige medizinische Wirksamkeit unter Beweis stellen können.